Was ist Floorball ?

Floorball ist eine leicht zu erlernende, tempo- und abwechslungsreiche Sportart, die Ende der 70iger Jahre in Schweden aus Bandy und Eishockey entwickelt wurde und dort Innebandy (Hallen-Bandy) genannt wird.

Es ist eine Sportart, die als eine universelle Mischung sich der vorteilhaften Elemente von Hallenhockey und Eishockey bedient und von jedermann in der Halle gespielt werden kann. Es ist besonders ein dem Eishockey ähnliches Spiel, wobei auch hinter den Toren gespielt werden kann. Im deutschen Sprachraum wurde diese Sportart deshalb bis vor kurzem noch einfach ‚Unihockey‘ (universelles Hockey) genannt. Seit 2009 wird nun aber auch in Deutschland der international gängige Begriff „Floorball“ verwendet.

Am meisten verbreitet ist Floorball derzeit in Schweden, Norwegen, Finnland, Tschechien und der Schweiz. Floorball wird als eine Trendsportart angesehen, welche zunehmend an Popularität gewinnt und insbesondere in Schulen auf hohe Akzeptanz im dortigen Sportunterricht stößt. Aufgrund der Spieldynamik mit den sich rasch ändernden Spielsituationen auf dem Spielfeld, gehört Floorball zu den schnellsten Hallensportarten, ist leicht zu erlernen und benötigt nur wenige Ausrüstungsteile, die zudem sehr preisgünstig zu erwerben sind. Das Spiel ist leicht erlernbar und fördert/fordert Kondition, Koordination, Geschicklichkeit und Schnellkraftfähigkeit sowie Spielwitz.
Es wird ausschließlich in der Halle mit einer umlaufenden Bande (ähnlich wie beim Eishockey) mit einer Höhe von 50cm gespielt.
Es wird mit federleichten Kunststoffschlägern gespielt, die etwas kürzer als Eishockeyschläger sind.
Die Schläger sind ungefährlich und haben nicht das Verletzungsrisiko von hölzernen Hockey- oder Eishockeyschlägern!
Der Ball ist hohl, leicht (23g) und besteht ebenfalls aus Kunststoff und hat 26 Löcher.
Der Ball ist ungefährlich für die Spieler und hat nicht das Verletzungsrisiko von einem Hockey-Ball oder einem Eishockey-Puck.
Die Feldspieler benötigen keinen Körperschutz oder Zahnschutz, da nur der Ball und nicht der Körper des Gegners gespielt wird.

 

Floorball Butzbach verfolgt seine Ziele in folgenden zwei Varianten:

Kleinfeld

Die Floorball-Kleinfeld-Variante ist der erste Schritt für alle ambitionierten Floorball-Spieler, die hier mit großen Toren und richtig ausgerüsteten Torhütern auf dem Kleinfeld mit den Abmessungen von mindestens 26m x 14m gespielt wird. Die Tore haben eine Öffnung von 1,60m x 1,15m. Für den Torhüter existiert ein Torraum mit den Abemssungen von 3,0m x 4,5m, in dem er frei agieren kann. Dem Tor vorgelagert ist der Schutzraum, der von keinem Feldspieler betreten werden darf. Die Bully-Punkte auf der Torverlängerung bzw. der Mittellinie befinden sich 1m von der Bande entfernt. Es wird pro Mannschaft mit 3 Feldspielern und 1 Torwart gespielt. Jede Mannschaft kann aus bis zu 14 Spielern bestehen. Der Abstand zum Gegner einschließlich Ausrüstung (Schläger) bei einem Freischlag oder Einschlag muss mindestens 2m betragen.
In dieser Variante werden in Deutschland auf regionaler und überregionaler Ebene Meisterschaften durch einen von den Floorball-Landesverbänden ausgerichteten Spielbetrieb ausgetragen. Es wird hierbei in Spielklassen unterteilt nach Herren und Damen gespielt. In Hessen werden im Juniorenbereich bereits Ligen für U11, U13 und U15 angeboten, um so möglichst frühzeitig die Spieler mit universellen Fähigkeiten auf dem Spielfeld auszubilden und so ihre spielerische Kompetenz zu entwickeln.

Großfeld

Hierunter versteht man die ‚Königsvariante‘ dieser Sportart, wie sie bereits seit Jahren in zahlreichen Ländern wie z.B. Schweden, Finnland, Norwegen, Schweiz, etc. in landesweiten Ligasystemen mit großer Publikumsresonanz gespielt wird. Auch in Deutschland gibt es seit einigen Jahren eine Bundesliga, in der ausschließlich Floorball-Großfeld gespielt wird. Daneben haben sich hier bei uns bereits vor 10 Jahren Nationalmannschaften entwickelt, die bereits regelmässig an Weltmeisterschaften teilgenommen haben.

Wir hoffen sehr, daß sich zu dieser Variante mehr und mehr Vereine im Laufe der Zeit hinzugesellen werden, da die Floorball-Großfeld-Variante das non-plus-ultra des Floorballsports darstellt. D.h. daß die oben erläuterten Varianten mithelfen sollen, in absehbarer Zeit zu einer breiten Aktzeptanz und einer breiten sportlichen Basis für diese Variante zu gelangen.

Floorball in Deutschland

Zurzeit sind in Deutschland ca. 6.500 Personen in Vereinen organisiert, wobei die stärksten Regionen sicherlich im Norden und Osten zu finden sind. Aber auch in Nordrhein-Westfahlen hat sich bereits eine beachtliche Dichte an Vereinen angesiedelt. Der Hessische Unihockey Verband hat sich im Herbst 2008 gegründet und kämpft immer noch gegen die chronische Unterbesetzung an Funktionären an. Trotzdem hat auch der HUV bereits über 300 Mitglieder in seinen Landesverband organisiert.
Der FVD (Floorballverband Deutschland) hat als oberstes Ziel festgelegt, die Mitgliedschaft im DOSB zu erlangen und damit einen riesigen Schritt zu gehen was das Ansehen der Sportart bedeutet.

 

Internationale Entwicklung

Schweden, Finnland und die Schweiz gründeten am 12. April 1986 gemeinsam den internationalen Unihockey-Verband (IFF – International Floorball Federation). In dem folgenden Jahrzehnt zeigten weitere Länder der Welt starkes Interesse an dieser Sportart, als die ersten Weltmeisterschaften der Herren im Unihockey im Jahre 1996 in Schweden ausgetragen wurden. Zu dieser Zeit waren bereits 18 Nationen der IFF beigetreten. Dieses WM-Turnier war ein großartiger Erfolg, das mit dem Finale Schweden-Finnland in der ausverkauften Globen-Arena in Stockholm einen krönenden Abschluss fand. Die dabei anwesenden 15.106 Zuschauer sahen dabei eine phantastische Leistung der Schweden, als diese Finnland mit 5:0 besiegen konnten. Der nächste Entwicklungsschritt wurde dadurch erreicht, dass die IFF im Jahre 2000 die vorläufige und schließlich im Jahre 2004 die ordentliche Mitgliedschaft im internationalen Verband der Sportverbände (GAISF – General Association of International Sports Federation) erlangen konnte. Die IFF besteht heute aus 37 Mitgliedsnationen mit mehr als 3700 Vereinen und 250 000 registrierten Spielern. Weltmeisterschaften werden jährlich gespielt, wobei in geraden Jahren die der Herren und der U19-Damen, und in ungeraden Jahren die der Damen und der U19-Herren ausgetragen werden. Außerdem wird jedes Jahr der Europa-Cup bzw. EuroFloorball Cup ausgespielt. Für die Zukunft plant die IFF vom internationalen olympischen Komitee (IOC – International Olympic Commitee) anerkannt zu werden, so dass damit Unihockey zu einer olympischen Sportart werden wird.

Quelle: www.floorball.de